Stylistin

Mich selbst bzw. meine Modelle zu schminken, frisieren und das zum Thema des Shootings passende Outfit zusammenzustellen ist ein wichtiger Teil des gesamten Foto-Projektes. Farben, Muster, die Persönlichkeit des Modells, die Location etc. spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Ich liebe es, mit Materialien, Verkleidungen, Kostümen, Make-ups und Frisuren zu variieren, um die Bilder, die ich im Kopf habe, auch tatsächlich umzusetzen.


Am späten Nachmittag

Der große Vorteil, wenn man Selbstportraits macht, ist, meiner Meinung nach, daß man das ohne großes Hin und Her machen kann. Auch am späten Nachmittag, so man das möchte. Man bucht sich selbst als Visagistin, dann geht man mit sich selbst in den Fundus, sucht was Hübsches heraus, läuft hinter sich selbst her, schnappt sich den Fotografen, der man ja auch selbst ist und schon gehts los .... nicht vergessen: die Kamera, der geladene Aku, die Spreicherkarte drin, der Funkauslöser drauf, die Kamera natürlich auf dem Stativ, und dann legt man los: das Modell konzentriert sich auf ihre Arbeit vor der Kamera, der Fotograf konzentriert sich auf seine Arbeit hinter der Kamera. Man tauscht sich mit sich selbst aus und hat Spaß miteinander. Dann schaut man die Bilder gemeinsam auf dem Pc an, meist ist man sich einig. und das wars dann auch schon ...



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Früh am Morgen

Der größte Vorteil von Selbstportraits ist ja, daß man das sehr leicht, spontan und ohne großes Hin und Her an Kommunikation machen kann. Auch Frühmorgens um 5:30 Uhr, wenn man mag. Das geht auch. Man schnappt sich die Kamera, sucht ein Kleid aus dem Fundus heraus, nimmt sich selbst an der Hand, schminkt sich selbst und weil man ja auch das Modell ist, geht man mit sich selbst auf den Dachgarten, dort ist man selbst als Fotograf auch schon da .... und die Sonne geht auf .... und es geht auch schon los.... so macht man das: einfach und unkompliziert.



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Nancy Cunard

Nancy Cunard war eine reiche Erbin und machte sich in den 1920er Jahren als Verlegerin einen Namen. Man Ray fotografierte sie 1925 mit ihren Bakelit-Armreifen, die ihr Markenzeichen waren. Nancy stammte aus der englischen Gesellschaft und war das einzige Kind ihrer adeligen Eltern. Sie hatte jedoch keinerlei Interesse an all den Dingen, die für diese Gesellschaftsschicht üblich war, zog in jungen Jahren nach Paris und lernte dort die Surrealisten kennen. Sie führte ein unstetes Leben und starb 1965 in Paris.

Die Portrait-Serie, die Man Ray von Nancy machte, hatte ich schon lange geplant als Selbstportrait neu zu interpretieren. Nancy Cunard ist für mich eine ganz besondere Persönlichkeit, die mit ihrem Engagement gegen den Rassismus und ihre Tätigkeit als Verlegerin nicht den ihr vorbestimmten Weg einer reichen Tochter aus gutem Hause gegangen ist. Sie hätte sich ihr Leben leichter machen können. Daß sie das nicht getan hat, bewundere ich sehr!



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Der Gott des Weines

Das Barock-Gemälde "Bacchus" von Caravaggio ist im Jahr 1597 entstanden. Es zeigt einen jungen Mann mit einem Weinglas in der rechten Hand und im Vordergrund des Bildes einen kleinen Korb mit Früchten und Blättern.

Das Gemälde wurde 1608 anläßlich seiner Hochzeit Cosimo de Medici geschenkt. Heute befindet sich das Bild in den Uffizien in Florenz.

Eine zweite Darstellung des Bacchus mit dem Titel "Der kranke Bacchus" gilt als Selbstportrait. Es zeigt den Künstler selbst als jungen kranken Mann. Beide Gemälde sind in jüngerer Zeit von verschiedenen Künstlern neu interpretiert worden. Cindy Sherman hat den "kranken Bacchus" als Vorbild für ihr Selbstportrait gewählt.

Schon seit einiger Zeit hatte ich überlegt, den Bacchus als Selbstportrait oder mit einem Modell zu fotografieren.

Nun fiel meine Wahl auf Che, der mein Modell für beide Bacchus-Darstellungen war: Wie sich zeigte, war er die ideale Wahl!

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Karin und Lia, die mir als Assistentinnen zur Seite standen!



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Fotoshooting mit Alex

Es war schon am frühen Vormittag, als Alex mich von zu Hause abholte, sehr warm. Wir hatten schon im vergangenen Jahr ein Outdoor-Shooting geplant und durch die Corona-Krise immer wieder verschoben.

Begonnen hatten wir in einem kleinen Waldstück, das wir aber nach ganz kurzer Zeit verlassen MUSSTEN, da die Stechmücken uns regelrecht überfallen hatten.

An einem abgelegenen Platz am "unteren Kuhberg" haben wir dann erneut unser Glück versucht - und tatsächlich stellte sich diese Location als wesentlich friedlicher heraus. Brennnesseln, Glassplitter und Dornenhecken konnten uns nicht abhalten, gute drei Stunden dort zu fotografieren.

Vielen Dank an dich, Alex, für deinen Einsatz und dein Durchhaltevermögen!



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EIN FOTOGRAF VOR DER KAMERA

Joe ist ein Magier hinter der Kamera, er ist fantasievoll, sehr erfahren in den Bereichen Komposition und Setaufbau und er versteht es, aus seinen Modellen das Bestmöglichste herauszuholen.

Seine Bildideen und Kompositionen sind voller Details und stellen das Modell in den Mittelpunkt der Bildaussage. Ich hatte seit 2014 in regelmäßigen Abständen Fotoprojkete mit ihm.

Vor einigen Wochen meldete sich Joe bei mir mit dem Vorschlag, ich solle von ihm Portraits machen. Das brachte mich im ersten Moment in Unsicherheit, hatte ich doch so viel weniger Erfahrung als Fotografin als er. Letztlich ließ Joe nicht locker und so kam es tatsächlich zustande: Ich machte Portraits von Joe.

und ich muß sagen: Joe ist auch als Modell magisch!



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ALEXANDRA

Alexandra hatte ich beim Sport kennengelernt und ich hatte schon längere Zeit vor, ihr ein Fotoprojekt vorzuschlagen.

Meine Idee für sie war ein wießes Gesichts-Make-up kombiniert mit einer weißen Perücke. Vom Stil her in Richtung "Barock" sollte es sein, aber etwas moderner und schlichter.

Für ein derartiges Styling braucht man Zeit und Geduld und da war Alex genau das richtige Modell! Vor der Kamera konnte sie dann auch noch ihr dramatisches Talent beweisen!

Vielen Dank an dieser Stelle an mein wunderbares Modell!



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